Spielmannszug

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Chronik Spielmannszug

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Chronik des Spielmannzuges
Die folgenden Texte wurden der Festzeitschrift von 1997 entnommen.
(Quellenangabe siehe unten)

Vor genau 75 Jahren griffen wenige Männer den Aufruf des Vorsitzenden des Schützenvereins auf, um den ersten Mesumer Spielmannszug zu gründen. Man kann nicht umhin, auch ein Stück Schützengeschichte aufzuzeichnen, wenn man einen Blick rückwärts in die 75 Jahre Spielmannszuggeschichte tun will. Schließlich war es der Schützenverein, genauer gesagt, der Junggesellen-Schützenverein, der den Spielmannszug ins Leben rief. Da wir schon dabei sind, kleine Einschränkungen zu machen, sei hier der Ehrlichkeit halber angemerkt, daß 1922 nicht der erste Mesumer Spielmannszug gegründet wurde. Diesen Ruhm gebührt der Mesumer Jugend, eigentlich dem früher in Mesum tätigen Kaplan Dr. Johann Veen. Er gründete um 1908 mit begeisterten Mesumer Jugendlichen einen Spielmannszug, der bei Festen und Spielen nicht fehlte. Als Kaplan Veen 1915 nach Münster versetzt wurde, beendete der gerade angefangene Krieg das Spielen und Musizieren.

Nach dem Krieg nahm sich zunächst der Kriegerverein des Spielmannszuges an. Seine Bemühungen waren jedoch nicht von langer Dauer. Der erste Mesumer Spielmannszug hatte ausgelebt. Doch die Idee lebte in den Köpfen einiger Mesumer weiter. Vor allem die Junggesellenschützen sprachen immer wieder von einem Spielmannszug. Wer waren nun die Junggesellenschützen? Nicht jeder Mesumer kennt sich in der Schützengeschichte aus. Darum sei es hier kurz erklärt. Einige alte Schützenbrüder wie Albert und Felix Winter, Hein Florack und die Eheleute Bernhard und Josefa Heitmann wurden vor Jahren befragt, um die verwickelte Mesumer Schützengeschichte aufzurollen. Vermutlich gab es jahrhundertelang in Mesum nur einen Schützenverein, nämlich die Junggesellenschützen. So ist es nachzulesen in der Festschrift, die von der Schützenvereinigung 1877 Mesum e.V. zu ihrem 100-jährigen Bestehen herausgegeben wurde. Wenn der Verein auch erst seit 1877 seine Geschichte nachweisen kann, so ist er mit Sicherheit älter. Durch Brand und andere Umstände sind aber wertvolle alte Schützenunterlagen verschwunden, so daß man das alte Mesumer Schützenwesen nicht mehr dokumentarisch belegen kann. In dem Verein waren nur unverheiratete Männer als Mitglieder möglich. Heiratete jemand, so schied er aus. Er konnte allerdings am Schützenfest und anderen Festen teilnehmen.

Da in Mesum kein großer Saal existierte, feierte man in einem großen Zelt, das reihum bei Schulze (später Albatross genannt; abgebrannt 1995) Rickermann (Gaststätte ,,Zum Schwan”) und Mense (heutiges Wohnhaus gegenüber der Kirche) aufgestellt wurde. Dann baute der Wirt Borcharding im Jahre 1912 einen großen Saal. Mit ihm schloß man einen Vertrag und feierte fortan hier seine Feste. Ein Schützenverein für das immer größer werdende Mesum (1871 = 865 Einwohner; 1913 = 1.973 Einwohner!); das reichte bald nicht mehr! Vor allem an den hohen Festtagen gab es ein riesiges Gedränge, so daß man kaum noch richtig feiern konnte.

Als erste entschlossen sich einige Feld-Bewohner, einen weiteren Schützenverein in Mesum zu gründen. Immer mehr Menschen hatten sich nach der Jahrhundertwende hinter der Bahn angesiedelt. Sie folgten dem Vorbild etlicher Nachbargemeinden und riefen am 19. Dezember 1910 den ,,Schützenverein Mesum-Feld” ins Leben, der 1927 sich in ,,Bürgerschützenverein Mesum-Feld” umbenannte. Diese erfolgreiche Vereinsgründung mag beispielgebend für einige Bürger im Dorf die im nördlichen Bereich zwischen Thie und Venn wohnten, gewesen sein, nun ebenfalls einen Schützenverein zu eröffnen. Es werden vor allem verheiratete Männer gewesen sein. So entschlossen sich 1913 vor allem ältere Bürger, auf dem Thie, an der Kolge und im Venn, einen zweiten Schützenverein zu gründen. Die Gründer gaben dem Verein den Namen nach den Ortsteilen, die er umfaßtes ,,Schützenverein Thie-Kolge-Venn”.

Nach kurzer Zeit erlebte dieser kleine Verein große Erfolge. Seine Schützenfeste am Kirmesmontag im Festzeit bei Schulze waren Höhepunkte im Dorfleben. Auf ,,Grönings Hof” hatte der Verein in einem romantischen Waldstück seine Schießanlage. Die Parzelle “Grönings Hof” ist heute verschwunden, nach dem der Hof abgebrochen wurde. Sie lag dort, wo heute an der Nielandstraße die Mariengrotte steht, nur wenige Meter östlich des heutigen Festplatzes. Nach einigen Jahren war die Mitgliederbasis für diesen Verein doch wohl zu klein. Darum erweiterte er sich 1924 zum “Bürger-Schützenverein Mesum”. Hier fanden dann alle Verheirateten Aufnahme, die dem Junggesellenverein ,,entwachsen” waren. Woher der eigentliche Anstoß zur Gründung eines Spielmannszuges bei den Junggesellen herkam kann man heute nicht mehr ermitteln. Vermuten kann man, daß die Schützen sich einen Musikzug wünschten. Als sich dann 1922 einige Männer bereit fanden, den Spielmannszug aufzubauen, war der schwierigste Teil der Aufgabe schon gelaufen. Clemens Hembrock, Schuster an der Bahnhofstraße, August Gehling und Albert Stienemann (später nach dem Krieg Bürgermeister in Mesum), waren die Männer der ersten Stunde. Sie nahmen die Vorbereitungsarbeiten auf. Bald kamen weitere junge Leute dazu, so daß der Spielbetrieb beginnen konnte. Recht schnell hatte man eine stattliche Anzahl zusammen: Albert Winter, Franz Winter, August Rott, Josef Laumann, Wilhelm Reckenfelderbäuer, Hein Florack, Franz Laumann kamen zu den Gründern dazu. Karl Ossege ergriff als erster Tambourmajor die Leitung des jungen Spielmannszuges. Uniformen hatte man zunächst noch nicht. Man behalf sich mit den Sonntagsanzügen. Als Erkennungszeichen dienten die “Schwalbennester” die einfach auf dem Jackenoberarm aufgenäht wurden. Erst Jahre später bekamen die Spielleute die erste volle Uniform im ,,Matrosen-Look”. Es kam aber gar nicht so sehr auf die Uniform zur Gründerzeit an. Wichtiger war es, daß man Instrumente besaß und spielen konnte. In der damals herrschenden Inflationszeit war Geld zwar nicht knapp, aber nicht von hohem Wert. Schützenvereinsvorsitzender Ernst Achterkamp mußte mit der Vereinskasse haushalten.

Der Junggesellen-Schützenverein wurde um seinen Spielmannszug beneidet. Als die Bürgerschützen im Jahre 1925 ihre Fahnenweihe festlich begingen, durfte der Musikzug von den benachbarten Junggesellen nicht fehlen. Als 1937 im Zuge der ,,Gleichschaltung” beide Schützenvereine zusammengeschlossen wurden, blieb der Spielmannszug dem neuen Verein erhalten. Gegen diesen Zusammenschluß hatten sich die Junggesellen unter dem Vorsitz von Albert Winter heftig gewehrt. Man weiß nicht, ob der Bürgerschützenvereinsvorsitzende August Reckenfelderbäumer glücklicher darüber war. Jedenfalls, alles half nichts. Nicht zu übersehen waren natürlich die wirtschaftlichen Vorteile des Zusammenschlusses. Erster Vorsitzender der so ,,Vereinigten” wurde Karl Greiwe. Die letzten Könige bei noch getrennten Schützenfesten waren Franz Achterkamp bei den Junggesellen und Bernhard Schräer bei den Bürgerschützen.

Als der Krieg 1939 ausbrach, kam auch das Schützenwesen alsbald zu Erliegen. Auch gleich nach dem Krieg war ein Neubeginn unmöglich. So wurde jahrelang kein Schützenfest gefeiert. In dieser Zeit spielte auch kein Spielmannszug. 1947 begann dann der Neuaufbau des Schützenvereins. Der Versuch, auch einen Junggesellen-Schützenverein zu gründen, schlug fehl. Kurz darauf rief Tambourmajor Theo Felschen auch wieder die Spielleute zusammen. Theo Felschen führte den Spielmannszug in den ersten schweren Nachkriegsjahren. Dann übergab er die Stabführung an Josef Schäfer. Lang ist die Reihe der Tambourführer: Sie beginnt bei Karl Ossege, dann folgen Adolf Karla, Bernhard Veltmann, Alfons Hollefeld, Theo Felschen, Josef Schäfer, Ernst Asemann, Fritz Wewel und August Veltmann, der 1957 die Stabführung übernahm und sie noch zum 50. Jubelfest 1972 innehatte. Es folgten bis zum heutigen Tage weitere Tambourmajore: Tono Lammers, Wolfgang Kösters, Thomas Kamp, Christoph Asemann, Christoph Kamp und bis jetzt Ansgar Berlekamp. Spaß machte allezeit auch das Ãœben. Jahrzehntelang übte man in Borchardings “kleinem Stübchen”. Alle Wände waren hier voll von Pokalen und Bildern. Manche Späße und Streiche wurden hier von lustigen Spielleuten ausgeheckt. Nachdem ab 1978 die Gaststätte Borcharding aufgrund umfangreicher Umbauarbeiten für die Zwecke der Schützenvereinigung und des Spielmannszuges nicht mehr verfügbar war, wurden die Ãœbungsstunden des Spielmannszuges in der Gaststätte Mense, dem Fachwerkhaus der Familie Kösters sowie in der Gaststätte Asemann abgehalten.

Kameradentreffen zum 35jährigen Bestehen des Spielmannszuges
Nachdem 1947, also kurz nach Kriegsende, ein neuer Spielmannszug noch nicht gebildet werden konnte, entfiel somit auch die Feier zum 25jährigen Spielmannszugjubiläum. Folgerichtig beging 1957 der Spielmannszug mit einem Kameradentreffen sein 35jähriges Bestehen. An diesem Fest nahmen auch noch die beiden Hauptinitiatoren zur Gründerzeit, Clemens Hembrock und August Gehling teil.

50jähriges Jubiläum des Spielmannszuges
Am Samstag, dem 2., und Sonntag dem 3.9.1972, feierte der Spielmannszug der Schützenvereinigung Mesum-Dorf 1877 e. V. sein 50jähriges Spielmannszugjubiläum.

Zu dieser Zeit gehörten dem Spielmannszug folgende Spielleute an: Tambourmajor August Veltmann, Werner Bröker (Trommel), Werner Bülter (Flöte) Heinz Deitmar (Flöte), Willi Exler (Flöte), Werner Faber (Flöte) Otto Feistmann (Pauke), Alfred Hüls (Flöte), Alois Kleinberns (Becken), Reinhard Lammers (Flöte), Tono Lammers (Lyra), Bernhard Pol (Trommel), Hans Reiners (Trommel), Berni Wilmes (Flöte) und Dieter Winter (Flöte).

Viele dieser Spielleute gehörten dem Spielmannszug schon 20 und mehr Jahre an. Einige Jahre hatte man unter schwerem Nachwuchsmangel zu leiden. Dieser Mißstand war aber im Jubiläumsjahr schon weitgehend behoben. Insgesamt stellte der Spielmannszug eine gute Mischung aus jung und alt dar. Statt eines großen Festes mit großer Strahlkraft nach außen hatte der Spielmannszug das Jubelfest so arrangiert, daß es mehr nach innen wirkte. Kameradschaft, Freundschaft und Verbundenheit mit ehemaligen Mitgliedern wurden gepflegt. So ganz wurde auf die Repräsentanz nach außen jedoch nicht verzichtet. Nach einem gemeinsamen Festessen für die Spielleute begann das Fest am Samstag mit einem langen Fackelzug durch das Dorf, an dem sich viele ehemalige Spielmannszugmitglieder beteiligten.

Als Gäste an diesem Umzug nahmen die Eeuerwehrkapelle und der Spielmannszug des Bruderschützenvereins Mesum-Feld teil. Viele Mesumer säumten die Straßen, um diesem Festzug zuzuschauen. Nach dem anschließenden kurzen und harmonischen Festakt auf dem Saale Borcharding, an dem auch unter der Führung der Vorsitzenden Bernhard Bügers und Egon Hinterding die Vorstände der Schützenvereinigung Mesum-Dorf und Mesum-Feld teilnahmen, spielte die Feuerwehrkapelle zum Tanz auf. Doch konnte das Jubelfest am Samstag nicht ohne klingendes Spiel der ehemaligen Spielleute zu Ende gehen. AIt-Tambourmajor Theo Felschen brauchte nicht lange zu suchen, um zwanzig Spielleute zusammenzutrommeln. Die Märsche ,,16er” (für Spielleute ein fester Begriff) und “Preußens Gloria” wurden von den Ehemaligen gekonnt vorgetragen. Am Sonntagmorgen gab es für den Spielmannszug und seine Gäste, anwesend war auch der Bürgermeister Franz Sievers sowie der komplette Spielmannszug des Bruderschützenvereins Mesum-Feld, einen ausgedehnten Frühschoppen. Die Brauerei Rolinck als edle Spenderin hatte rechtzeitig für das notwendige Naß gesorgt. Außerdem konnten sich die Gäste in einer Fotoausstellung, die die Dorfspielleute zusammengestellt hatten, in aller Ruhe von vergangenen Aktivitäten des Jubel-Spielmannszuges Mesum-Dorf überzeugen.

Gründung des Senioren-Spielmannszuges
Im Jahre 1977 feierte die Schützenvereinigung Mesum-Dorf 1877 e. V. ihr 100jähriges Vereinsjubiläum. Zu dieser Zeit erlebte der Spielmannszug Mesum-Dorf einen seiner Höhepunkte. Zu den älteren Musikanten hatte sich eine ganze Schar jüngerer Spieler gesellt, die allesamt vom Tambourmajor August Veltmann ausgebildet worden waren. Es bestand also eine gesunde altersmäßige Mischung der Spielleute. Zu diesem Vereinsjubiläum wurde das Fest vom Spielmannszug unter der Leitung vom Tambourmajor August Veltmann sowie der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mesum mit der Darbietung des ,,Großen Zapfenstreichs” gekrönt. Nach dem l00jährigen Jubelfest traten elf der älteren Spielleute zusammen mit dem Tambourmajor August Veltmann aus dem aktiven Spielmannszug aus. Der nunmehr inaktive Tambourmajor August Veltmann betreute sodann noch einige Zeit die “junge Garde” bis sie auf eigenen Füßen stehen konnten. Unter diesen nun “Spielmannszugs-Ruheständlern” machte sich sehr bald eine gewisse Unruhe breit. Fast die ganze Jugendzeit bis ins mittlere Alter hinein hatte man im Spielmannszug musiziert; und nun auf einmal nichts mehr. AIt-Tambourmajor August Feldmann ,,trommelte” daraufhin die Altgedienten und weitere Ehemalige zusammen, so daß sich bei Bernhard Poll insgesamt 14 Alt-Spielleute zusammenfanden. Man beschloß mit großer Begeisterung, einen “Seniorenspielmannszug” auf die Beine zu stellen. Da Alt-Tambourmajor August Veltmann nun wieder zu den Instrumenten greifen wollte, übernahm Aloys Kleinberns den Tambourmajorstab des Seniorenspielmannszuges. Dieses Amt bekleidet er heute noch. Die Instrumente und die Uniformen finanzierte der Seniorenspielmannszug aus eigener Tasche. Das Spiel klappte fortan mit den alten Routiniers vorzüglich, und es herrschte immer eine tolle Kameradschaft. Bis heute wurde noch jedes Jahr zum Schützenfest und zum Karneval aufgespielt. Ebenso gab es zahlreiche Auftritte bei privaten Veranstaltungen wie Silberhochzeit und “runde” Geburtstage. Seit ca. 15 Jahren arrangiert der Seniorenspielmannszug auch das Kinderschützenfest beim jährlichen Sommerfest der Schützenvereinigung Mesum-Dorf 1877 e. V.

75jähriges Jubiläum des Spielmannzuges
Nach dem 100jährigen Jubelfest der Schützenvereinigung Mesum-Dorf 1877 e. V. brachen schwere Zeiten für den Spielmannszug an. Sehr viele erfahrene Spielleute waren zurückgetreten. Es mußten auf einmal eine Menge neue junge Männer angelernt werden. Das Ãœben fand seit dieser Zeit im alten Hause der Familie Köster statt. Im Jahre 1982 wurde das Ãœben in die Gaststätte “Zur Kolge” der Familie Asemann verlegt, in der man bis heute verblieben ist. Im Jahre 1984 entschloß man sich, aufgrund der immer noch akuten Nachwuchsprobleme, auch Frauen in den Spielmannszug aufzunehmen. Anita Hüls und Sonja Schnieders waren die ersten beiden weiblichen Spielleute. Heute ist eine Vielzahl junger Mädchen dabei. Die Hauptaufgabe des Spielmannszuges und der Höhepunkt des Spielmannszuglebens sind eindeutig die Gestaltung des jährlichen Schützenfestes der Schützenvereinigung Mesum-Dorf 1877 e. V. Hierbei haben auch schon aktive Mitglieder des Spielmannszuges die Königswürde errungen: 1954 Alois Kleinberns und 1990 Wolfgang Kösters. Es gibt aber auch andere Ereignisse, an denen sich der heutige Spielmannszug mit Musikdarbietungen beteiligt hat, z. B. in 1985 zur Einweihung der Bundesbahnunterführung und der Umgehungsstraße, 1990 zum Jubelfest des Fanfarenzugs Meineringhausen. 1995 zur Veranstaltung “Mesum macht Musik”, zu den Karnevalsumzügen im Stadtteil Rheine-Hauenhorst sowie zu den Jubelfesten von Vereinen in den umliegenden Orten. Der heutige Jubeispielmannszug beteiligt sich aber auch an anderen geseltschaftlichen Aktivitäten. So z. B. im “Klein-Berliner-Karneval”, wo er 1984 einen amüsanten Tanz aufführte. Den Elferrat im “Klein-Berliner-Karneval” stellten die Spielleute im Jahre 1985 mit dem Prinzen Thomas Kamp, 1986 mit dem Prinzen Wolfgang Kösters und 1996 mit dem Prinzen Stefan Rott. In diesem Jahr führten auch die Kinder und Jugendlichen des Spielmannszuges im Karnevalsgeschehen wiederum einen Tanz auf. Erwähnen sollte man aber auch die “Missetaten”, die der Spielmannszug sich leistete. So geschah es, daß 1991 beim “Vogelbegutachten” auf dem Hof des Schützenbruders Bernhard Heeke ein Platzregen aufkam. In dem Durcheinander der flüchtenden Schützenbrüder “klauten” die Knüppeljungs den frisch getauften Vogel. Es wird auch behauptet, daß einige Spielleute beim Kirchgang am Schützenfestsamstag nicht in der Kirche, sondern woanders verweilt hatten. Noch mal zurück zum Problem des Nachwuchses. 1992 bekamen innerhalb kürzester Zeit viele junge Leute Lust auf Musizieren im Spielmannszug. Dieses brachte allerdings auch einige Schwierigkeiten mit sich, denn der Nachwuchs mußte naturgemäß eingeübt werden. Nachdem die Ausbilder anfangs häufiger wechselten, wurde 1993 Kirsten Tyink als Jugendwartin gewählt. Sie kümmert sich bis heute nicht nur um das Einstudieren der Märsche, sondern auch um die weitere Unterhaltung der “Kleinen”, damit diese nicht die Lust verlieren. So organisiert sie beispielsweise Karnevalspartys, Zeltlager, Nikolausfeiern sowie den bereits erwähnten Karnevalstanz von 1996. Auch die älteren Spielleute müssen bei Laune gehalten werden. In 1987 veranstaltete man erstmals ein internes Schützenfest. Anfangs schoß man nur auf Glühbirnen; mittlerweile jedoch auf einen richtigen Vogel, wobei auch die “Kleinen” mitschießen dürfen. Sodann wurden schon gemeinsame Sylvesterpartys und Maigänge unternommen. Sehr wichtig für die Aktivitäten eines Spielmannszuges ist die wohlwollende Unterstützung durch die Ehefrauen, der Eltern und der sonstigen Förderer im Hintergrund. Das Waschen und Bügeln der weißen Hosen und Hemden oder auch das Suppenkochen sowie Brötchenschmieren für das Frühstück “nach dem Wecken am Schützenfest”, nimmt sehr viel Arbeit und Geduld in Anspruch. So bedankt sich der Spielmannszug insbesondere bei den Frauen Hanna Exeler, Finni Brink, Mia Hüls und Birgit Löchte.

 

Quelle: Festzeitschrift “75 Jahre Spielmannzug der Schützenvereinigung Mesum-Dorf 1877 e.V.” von Heinz Deitmar, August Veltmann, Stefan Rott, Franz Greiwe.

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