Wir starten die Rakete!

Wir starten die Rakete!

Und dieses im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Stimmung bei den Sitzungen in diesem Jahr war wieder grandios, auch wenn es durch zwei kurze Stromausfälle während der Freitagssitzung kurz holperte. Dieses tat der Stimmung aber überhaupt keinen Abbruch – die Klein-Berliner Karnevalisten sind gleichzeitig Meister im improvisieren!

Motto und Thema der Sitzungen und des Elferrats war die Klein-Berliner Skischule mit dem Schlachtruf “Wer später bremst ist länger schnell”. Aber wo kann man als Flachland-Tiroler am ehesten Ski fahren? Richtig, im Sauerland. Und als richtiger Sauerländer war Andi von Pletten und Berg mit seiner Prinzessin Saskia von Ski und Hase, beide aus dem Hause derer von Tippel, als Karnevalsprinz in Klein-Berlin genau der richtige Mann!

Prinz Andi bei seiner Prinzenrede

Doch bevor der neue Elferrat samt Tanzgarde und Prinzenpaar aufmarschierte, eröffneten mit Pia und Femi die beiden jüngsten Aktiven unseren Mesumer Dorfkarneval. Die beiden Solomariechen zeigten eine Vorstellung par excellence und sorgten bereits nach wenigen Minuten für die ersten Standing Ovations.

Pia und Femi

Unter der Führung von Zeremonienmeisterin Hannah Holthaus betrat dann die wichtigsten Protagonisten auf die Bühne. Dort angekommen wurden durch Hannah die diesjährigen Paragrafen vorgelesen und vom Elferrat vorgetanzt, damit man sich die wichtigsten Schritte für den späteren Tanz schon einmal merken konnte. Auch dieses sorgte beim Publikum für viel Applaus.

Grandiose Tanzeinlage des Elferrats

Auch die große Garde zeigte ihr Können auf der Bühne, nachdem durch die stellvertretende Bürgermeisterin Birgitt Overesch der Schlüssel übergeben wurde.

Unsere “große Garde”

Mit guten Wünschen an das Prinzenpaar und den Elferrat beendete sie ihre erfrischende, aber auch kurze Rede. Vielen regelmäßigen Besucher fiel auf, dass sich ihr “Chef” meist nur im Wahljahr blicken und sich sonst lieber vertreten lässt – was bei einigen Gästen nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt.

Als weitere Ehrengäste waren zu diesem Zeitpunkt ein Teil des letztjährigen Mesumer Dreigestirns, Andrea Arling sowie Nadine Feismann und auch das Jubelprinzenpaar, Birgit und Beppo Hembrock, die vor 25 Jahren die Mesumer Narren regierten.

Jubelprinzessin Birgit feierte zusätzlich an diesem Freitag auch noch Geburtstag

Improvisieren – das können wir Klein-Berliner, denn es musste schnell gehen am Freitag. Denn leider fiel die geplante erste Bütt von David Beurich und Marcel Hebeda aus. David wurde von einer heftigen Grippe darniedergelegt und hütete das heimische Bett, tauschte Pilsener gegen Pillen und Currywurst gegen Fieberthermometer. Sitzungspräsident Christian Grothues ließ es sich nicht nehmen, via Handy live Genesungswünsche des Publikums zu überbringen.

Somit hatte die Jugendgarde schneller als geplant mit Auftritt.

Lauter durchtrainierte Bauarbeiter(innen)

Auch die Darbietung der jüngeren Tänzerinnen sorgte für Mega-Applaus, Zugabe-Rufen und natürlich für eine Rakete des Publikums, die sie sich auch absolut verdient hatten.

Um den Nachwuchs braucht man sich keine Sorgen machen!

Es erfolgten im Anschluss verschiedene Ehrungen, u.a. der Gastvereine und des Vorstands.

Weiter ging es dann mit dem Showtanz der großen Garde zum Thema ABBA. Auch dieses Stück war grandios einstudiert und brachte eine Mega-Stimmung auf das Zelt. Nach der obligatorischen Rakete gab es noch einen Aufruf an interessierte Tänzerinnen (und auch Tänzer?!), damit diese sich der Nachwuchsgarde anschließen können. Zu diesem Thema waren auf dem Zelt auch diverse Flyer verteilt worden.

Mama Mia
Stimmung pur zu den alten Songs von ABBA

Pinkel-AG – dies war der offizielle Name des nächsten Sketches. Dieser wurde völlig ohne Ton bzw. Mikro dargestellt, so dass das Publikum seine Aufmerksamkeit auf die Bühne richten musste. Dieser Auftritt war mit viel Szenen-Komik belegt, so dass man auch die kleinsten Details im Auge behalten musste.

Das Verhalten von Schützenbrüdern an der Pinkelrinne
Eine genervte Klofrau

Auch für diese Darbietung gab es viel Applaus!

Es folgte die größte Überraschung des Abends – dieses war nicht “Der Mann mit der Ukulele”, wie man Schmeesi im Klein-Berliner Karneval nennt, sondern sein Vortrag über eine Person, die sich im Mesumer Karneval seit mehr als 25 Jahren verdient gemacht hat – Josef Kösters. Dieser wurde für seine Verdienste mit dem Klein-Berliner Narrengoldorden ausgezeichnet – das Höchste, was man als Klein-Berliner Karnevalist erreichen kann. Josef und seine Frau Karin waren dann auf der Bühne sichtlich gerührt, wussten sie doch nichts von der anstehenden Auszeichnung, wurden aber durch den Liedtext von Sekunde zu Sekunde mehr drauf gebracht. Für den Rest des Publikums kam die Auflösung erst kurz vor Ende seines Liedes.

Danke, Josef Kösters!

Hiernach stand die Schunkelrunde an!

Was danach passierte, hielt keinen der Gäste mehr auf dem Stuhl – der Auftritt der Oldie-Garde, 40 Jahre nach ihrem offiziell letzten Gardetanz. Es war göttlich anzusehen, wie sich die etwas gealterten Gardemädchen ins Zeug schmissen. Sicherlich lief nicht mehr alles so glatt wie damals, trotzdem machte man mit dieser Darbietung noch so mancher junger Tänzerin etwas vor.

Sie können es immer noch!

Für diesen Auftritt gab es dann die Mega-Rakete des Abends!

Vor dem letzten Programmpunkt gab es noch den 2. Gardetanz der großen Garde.

Kann sich sehen lassen – unsere große Garde!

Es folgte das absolute Highlight der Sitzung und Garant für beste Stimmung.

Musik lässt sich so schwer beschreiben, wenn man sie nicht hört
Cooler Typ – Trainingsanzug gewöhnungsbedürftig
Volle Power
Viel Gefühl
Auch ein Panda war dabei
Strahlefips und seine Schwester
Auch Männer haben Gefühle – Durst zum Beispiel
Hölle, Hölle, Hölle!
Gleiche Zeit – anderes Genre: Die Prinzen
Besser als der Original-DJ Ötzi
Vorletzter Auftritt mit 29
Großes Starparaden-Finale

Das Volk tobte, di Stimmung war mega. Es gab nach diesem phänomenalen Auftritt die letzte Rakete des Abends, bevor die Sitzungspräsidenten Christian Grothues und Tim Kösters die Galasitzung beendeten und die Tanzfläche bis spät in die Nach freigaben.